5 Jahre Jubiläums-Rückblick

Gepostet am Juli 09, 2020 von Deborah Vieli

Nun ist es mal wieder soweit, es gibt einige geschriebene Worte für euch. (Kann man nach über 2 Jahren schon mal machen.)

Dieses Jahr feiere ich das 5-jährige Jubiläum der Avah + Serafin GmbH. Eigentlich wäre der Geburtstag der Firma bereits im April gewesen, aber Corona sei Dank, konnte ich das Schreiben noch etwas aufschieben. Aber bevor dann das nächste Jubiläum ansteht, gibt es hier einen „kurzen“ Rücklick auf die letzten 5 Jahre.

2014:
Meine Tochter Avah kam zur Welt. Sie war der Grund, warum ich den Weg Richtung Selbständigkeit ging, da die Vereinbarkeit meines Jobs mit dem Muttersein damals nicht gegeben war. Jedoch die Entscheidung, in welchem Bereich ich mich selbständig machen wollte, kam durch meine Freundinnen und Bekannte. Denn bei der Babyshower, die für mich ausgerichtet wurde, kam häufig folgender Satz: „Ich hatte keine Ahnung, was ich dir schenken soll.“ Dies vorallem, da die meisten noch keine Kinder hatten und sich mit dem ganzen Thema nie auseinandersetzen mussten. Und für diese Menschen wollte ich eine Lösung bieten.

2015:
Kurz nach der Geburt fing ich mit dem Businessplan an. Die Idee war ein Onlineshop, bei dem das Zielpublikum ganz einfach je nach Budget einen Babygeschenkkorb bestellen kann. Mit dem zusätzlichen Service, das Geschenk inkl. Glückwunschkarte direkt an die neuen Eltern senden oder liefern zu lassen. Der Inhalt ist so ausgewählt, dass ein Korb gleich als Starterpack fürs Baby dient.

Das war die Idee. Nun kam aber ein Gedanke auf, ob es eine einfache Einzelunternehmung oder gleich eine GmbH sein soll.
Meine Entscheidung fiel, wie bereits bekannt ist, auf die Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der ausschlaggebende Punkt (muss ich mir bei jedem Monatsabschluss und MwSt. Abrechnung wieder klar machen) war, dass ich dem Kunden etwas Sicherheit geben will. Sicherheit im Sinn - Es ist ein Onlineshop, heut zu Tage kann jeder X beliebige einen Shop mit falschen Daten eröffnen. Bei einer GmbH kann man doch schnell und einfach einige Infos zum Unternehmen und dem Inhaber herausfinden. Dazu kam, dass ich etwas professionell machen wollte. Ich wollte nicht einfach ein Windeltorten Mami sein, das hin und wieder etwas bastelt und sich dann „Schwarz“ was verdient.
So kam es, dass ich im April 2015 die Firma gegründete. Richtig mit HR Eintrag, MwSt. Nummer und allem was dazu gehört.


(Einer der Geschenkkörbe vom Anfang.)

2016:
Der Onlineshop lief immer besser und Kunden wollten bald auch die Geschenkkörbe selbst zusammen stellen (bei uns Zuhause, mit dem ewigen Spielzeugpuff). Das wurde mir dann etwas zu stressig, so entschied ich mich, ein kleines Atelier dazu zu mieten. Der Platz mit den ganzen Artikeln wurde sowieso langsam knapp. Mit dem kleinen Laden konnte ich jeweils Samstags die Kunden empfangen und das ganze Offlineshop Konzept gefiel mir richtig gut.

Kleines Atelier(Erstes kleines Atelier in Regensdorf)

In ebendiesem Jahr kam von einer guten Freundin die Bitte, eine Windeltorte anzufertigen. Sie musste mich regelrecht überreden, da ich mich immer gegen diese Dinger gesträubt hatte. Denn irgendwie konnte ich mich nicht mit den klassischen, stillosen Windelgebilden identifizieren. Aber okay, ich gab nach, mit der Voraussetzung eine Windeltorte frei nach meinen Vorstellungen herstellen zu dürfen.
Heute muss ich sagen, zum Glück habe ich diese Windeltorte damals gemacht, denn diese Dinger laufen wie heisse Weggli.

Die erste Windeltorte(Die aller erste Windeltorte)

2017:
Durch ein Inserat in einem Schaufenster wurde ich auf ein kleines Laden Lokal aufmerksam, welches einen neuen Mieter suchte. Diesen Laden wollte ich und bekam ihn auch. Die Ladeneröffnung war toll und die folgenden Wochen auch. Nebenbei habe ich aber noch eine Teilzeitstelle im Marketingbereich begonnen, einfach, um eine zusätzliche Sicherheit zu haben. Naja, im Nachhinein war das ein grosser Fehler, denn ich habe mein eigenes Geschäft nicht mehr an erster Stelle gesehen. (Natürlich immer hinter Avah, meiner Nummer 1) 
Das Weihnachtsgeschäft war toll, das Jobangebot, welches ich der Zeit dann erhielt, leider auch.

2018:
So kam ich zum Entschluss, den Schlüssel zu meinem süssen, kleinen Laden bereits nach wenigen Monaten wieder abzugeben - was ich bis heute bereue. Aber so ist es halt im Geschäftsleben, es gibt gute und weniger gute Entscheidungen.
Ich machte also einen Schritt zurück und konzentrierte ich mich wieder auf das reine Onlinegeschäft, Avah + Serafin Baby Geschenke betrieb ich in dieser Zeit nur noch nebenbei. Ohne Werbung, damit ich alles unter einen Hut bringen konnte. Als Baby Nummer 2 unterwegs war, kam jedoch wieder ein altbewährtes Problem auf. Die Vereinbarkeit zwischen Job und Kind. Keine Ahnung wie das so viele schaffen, aber meine Kinder machen da nicht mit. So legte ich meine Firma wieder in den Fokus. Und ich startete voll durch.

2019:
Baby 2 kam zur Welt und raubte mir neben dem Schlaf auch die Nerven. Und wieder kamen Zweifel bezüglich des Shops auf. Warum tue ich mir das eigentlich an? Was mir aber in solchen Situationen immer geholfen hat und hilft, sind meine Kunden. In den letzten Jahren konnte und durfte ich einen treuen Kundenstamm aufbauen. Immer, wenn es schwierig war, kam z.B. plötzlich eine Bestellung einer langjährigen Kundin rein, ein liebes Mail oder eine super Bewertung. Genau diese Dinge sind mein Benzin. Das, was immer wieder mein Feuer entfacht um weiterzumachen.


2020:
Das Jahr hat super angefangen und neue Projekte sind geplant. Okay, waren geplant - hey Corona. Und wieder wird das Geschäftsleben entschleunigt. Dieses Jahr liegt nun der Fokus weiterhin auf dem Service, den ich meinen Kunden anbiete, alles noch etwas einfacher, professioneller und trotzdem persönlich zu gestalten. Was ebenfalls kommen wird, ist ein Angebot für Firmenkunden. 2020 ist auch das Jahr, wo ich das 5-jährige Jubiläum von Avah + Serafin Baby Geschenke feiere.

Dafür habe ich mir exklusive Aktionen und Verlosungen ausgedacht. Dazu schaut Ihr am besten auf Facebook und Instagram vorbei. ;)

Mein Fazit zur Selbständigkeit:
Wie das Wort sagt, man macht alles selbst und dies ständig. 7 Tage die Woche, Tag und Nacht.

Wenn man sich für ein Nischenprodukt entscheidet und alles alleine von Null aufbaut, braucht man Zeit, extrem viel Geduld und Durchhaltewillen, um dann irgendwann vorwärts zu kommen. Hin und wieder macht man einen Schritt nach vorn, um dann zwei Schritte zurück zu machen. Aus Fehlern lernt man schnell, denn sie können auch mal teuer werden. Ich denke auch nach diesen 5 Jahren würde ich wieder eine Firma gründen. Allerdings würde ich mit dem Wissen von heute einige Entscheidungen anders treffen.

Ich bedanke mich herzlichst bei all meinen Kunden, Lieferanten, Partnern und natürlich bei meiner Familie, für die Treue, das Vertrauen und die Unterstützung, welche ich immer wieder erfahren durfte.

Merci 1000!!!

Eure
Debby


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